Sicherheit & Datenschutz
Sie müssen uns nicht vertrauen.
Die meisten Portale bitten um die Zugangsdaten zu Ihrer Datenbank. Wir kommen ohne aus — und können deshalb auch dann nicht an Ihre Bestandsdaten, wenn bei uns etwas schiefgeht.
Ihre Datenbank bleibt zu — auch wenn es uns trifft
Der übliche Weg ist, einer Plattform die Zugangsdaten zur Datenbank zu geben. Dann hängt Ihre Sicherheit an unserer. Wir machen es andersherum.
- Der Connect-Agent läuft in Ihrem Netz und baut die Verbindung nach außen auf. Sie öffnen keinen Port und richten keine Freigabe in der Firewall ein.
- Die Zugangsdaten zur Datenbank kennen nur Sie. Sie liegen beim Agenten, verweisen dort auf Umgebungsvariablen und stehen zu keinem Zeitpunkt bei uns.
- Wir schicken kein SQL, sondern den Namen einer Abfrage. Steht der nicht auf Ihrer Freigabeliste, passiert nichts — der Agent antwortet mit „nicht freigegeben".
- Werte werden gebunden, nicht in den Abfragetext eingesetzt. Eingaben aus dem Portal können die Abfrage damit nicht verändern.
- Die Freigabeliste ändern kann nur, wer den Verwaltungsschlüssel hat. Der entsteht beim Start des Agenten, steht in Ihren Container-Protokollen, wechselt bei jedem Neustart — und ist uns unbekannt.
Anmeldung über Ihr eigenes Verzeichnis
Wer Zugriff hat, entscheiden Sie in Ihrem System — nicht in unserem.
- Anmeldung über das Firmenkonto je Mandant: Entra ID, Okta, Keycloak oder jeder andere Dienst, der OIDC oder SAML spricht. Sie tragen Ihren Anbieter selbst ein.
- Die Domain muss belegt sein, bevor Anmeldungen darüber laufen — über einen TXT-Eintrag im DNS. Ohne diesen Nachweis kann niemand eine fremde Domain für sich beanspruchen.
- Auf Wunsch ist das Passwort für Ihren Mandanten abgeschaltet: dann geht Anmeldung nur über Ihr Verzeichnis. Sperren Sie dort ein Konto, ist es auch hier gesperrt.
- Zweiter Faktor für Mitarbeitende, auf Wunsch verpflichtend für den ganzen Mandanten. Dazu eine IP-Freigabeliste und Abmeldung bei Untätigkeit.
Server in Deutschland, Betrieb ohne offene Türen
Wo die Daten liegen, die doch bei uns liegen — und wie wir sie betreiben.
- Anwendung und Datenbank laufen auf Servern in Deutschland; Dateien und Sicherungen liegen im Rechenzentrum Nürnberg.
- Datenbank und Zwischenspeicher sind aus dem Internet nicht erreichbar. Auch wir kommen nur über ein privates Netz daran, nie über eine öffentliche Adresse.
- Der Verkehr zwischen den Servern läuft verschlüsselt über WireGuard.
- Sicherungen liegen bei einem anderen Anbieter als die Anwendung und sind schreibgeschützt abgelegt — auch wir können sie nicht nachträglich ändern.
- Zugangsdaten zu angebundenen Systemen speichern wir mit AES-256-GCM verschlüsselt.
Keine stillen Mitleser
Ein Portal, das nebenbei Daten an Dritte gibt, ist ein Datenschutzproblem, das niemand sieht — bis jemand nachsieht.
- Keine Google Fonts. Schriften werden mit dem Portal ausgeliefert, es geht kein Aufruf an einen fremden Server.
- Keine Statistik bei Google. Wir messen mit Plausible auf eigener Technik, ohne Cookies und ohne Profile.
- Ihre Hausschrift laden Sie selbst hoch — sie wird ebenso mit ausgeliefert.
Getrennt, protokolliert, abgestuft
Was innerhalb der Plattform gilt.
- Jeder Mandant ist ein eigener Datenraum. Die Trennung reicht bis auf die Ebene der Anmeldedaten — dieselbe E-Mail-Adresse kann bei zwei Anbietern existieren, ohne dass sich etwas berührt.
- Rollen bestimmen, wer was darf: Eigentümer, Administrator, Designer, Betreuer. Die Prüfung passiert auf dem Server, nicht nur in der Oberfläche.
- Änderungen an Kunden, Portalen, Daten und Zugängen landen im Prüfprotokoll — mit Zeitpunkt, handelnder Person und Einzelheiten der Änderung.
- Unterschriften tragen eine eigene Beweiskette: jeder Schritt verweist auf seinen Vorgänger, jede nachträgliche Änderung bricht die Kette sichtbar. Auch für uns.
Was wir (noch) nicht haben
Portenia ist ein junges Produkt. Eine Zertifizierung nach ISO 27001 oder SOC 2 haben wir nicht — die Maßnahmen oben sind gebaut und prüfbar, aber nicht von einer externen Stelle bestätigt. Ebenso ehrlich: die qualifizierte elektronische Signatur können wir nicht selbst ausstellen, dafür braucht es einen zugelassenen Vertrauensdienst. Wenn Ihre Beschaffung ein Zertifikat verlangt, sagen Sie es früh; dann sprechen wir darüber, statt Sie hinzuhalten.
Welche Dienstleister wir einsetzen und wofür, steht in der Datenschutzerklärung. Fragen dazu beantworten wir direkt.
Ihre IT hat Fragen? Gut.
Wir gehen die Architektur mit Ihrem IT-Verantwortlichen durch — Agent, Freigabeliste, Betrieb. Lieber vorher als im Projekt.